Der Protestmarsch der Schützen ist schon länger vorbei. Ich habe inzwischen die verschiedenen Reaktionen etwas auf mich wirken lassen und bin zum Ergebnis gekommen, dass aus den verschiedensten Richtungen ganz komische Reaktionen gekommen sind, auf die ich hier auch antworten möchte:
Die Schützen haben diesen Protestmarsch KLAR als Protestmarsch gegen den Faschismus und dessen Relikte definiert und auch unter diesem Motto durchgeführt. Wegen Kritik, dass sie nur gegen den Faschismus protestieren, haben sie sich auch gleichzeitig in mehreren Mitteilungen und auch während der Veranstaltung des Protestmarsches gegen den Nationalsozialismus geäußert.
Kritik ist unter anderm vom jüdischen Kulturverein Meran gekommen (so heißt der doch? bin mir nicht mehr sicher), denen soll gesagt sein, dass sie niemand daran hindert selbst einen Protestmarsch zu organisieren und damit ihre Aussagen zu verdeutlichen, aber sie sollen den Schützen nicht vorschreiben, gegen wen oder für was diese demonstieren sollen! Ich erwarte mir doch auch nicht, dass jemand für meine Interessen protestiert…sondern werde mich wohl selbst auf die Hinterfüsse stellen.
Dann die Grünen: für die sind die Schützen sowieso ein rotes Tuch, nur dazu da, um Unfrieden zwischen den Bevölkerungsgruppen zu stiften (ob die einmal die Statuten der Schützen durchgelesen haben?). Obwohl das Motto des Protestmarsches klar war, interpretieren es die Grünen komplett um…allen voran auch Markus Lobis, der wie schon beim gekreuzigten Frosch sich in was hineinsteigert und irgendwie wohl nicht anders kann, sobald ihn was nervt. Zumindest als Trommler wäre er bei den Schützen gut aufgehoben. siehe seinen Blog: Markus Lobis
hier demonstriert er auch seine Fähigkeiten als Trommler 🙂
Ein Wort noch zum Sepp, der sich in den Dolomiten gegen die Vewendung der europäischen Fahne durch die Schützen ausspricht (insoweit für mich nachvollziehbar) und auch Gegenmaßnahmen einleiten will; ihm soll gesagt sein, dass es in der EU viele Politiker und Organisationen gibt, die offiziell diese Fahne tragen dürfen, obwohl sie eine Schande für Europa sind!
Während des Protestmarsches wurden die Demonstrierenden auch von ewig gestrigen (und Neu-) Faschisten beschimpft u. dgl. Das Paradoxe daran: Eigentlich müssten sich alle Bevölkerungs (und Sprach-)gruppen an dieser Demonstration beteiligen, zumindest gutheißen, da diesselbe doch klar gegen den Faschismus gerichtet war. Kann man deswegen alle, die nicht für diesen Protestmarsch waren, als Faschisten bezeichnen (auch die Grünen?) wohl kaum, und so einfach wirds wohl auch nicht sein. Viele, und dazu zähl ich auch die Grünen, haben und wollen diesen Protestmarsch nicht als solchen sehen, wie er von den Organisatoren gestaltet wurde. Erschreckend auch, wie über die Naziszene in der Meraner Gegend hergefallen wurde…wo aber bleibt diese Reaktion gegenüber den Faschisten, die sich doch auch offen in Bozen beim Protestmarsch gezeigt haben? Es ist doch dasselbe Gesindel, oder werden doch 2 verschiedene Meßlatten hergenommen?
Etwas perplex war ich auch über das Spruchband oder Plakat mit der Aufschrift: "LOS von ROM"
Dies hatte meines Erachtens in dieser Demonstration nicht wirklich was verloren, hat auch nicht zum Motto gepasst. Aber grundsätzlich: Warum denn eigentlich nicht "LOS von ROM"? Was hält uns denn an Italien? Berlusconi? die ital.Politik? …ist ja ein großer Müllhaufen; die Kultur? die Sprache?….wie mehr ich darüber nachdenke, umso mehr erkenn ich, dass ich nach Gründen suchen muss, um ein Argument gegen den Spruch "LOS von ROM" zu finden….irgendwie will ich mich damit nicht zuviel beschäftigen, kann sein, dass ich nicht imstande bin ein Argument zu finden.
Von meiner Seite aus ein
Hoch auf unsere Schützen, für ihr klares Bekenntnis gegen Faschismus und Nationalsozialismus